Ort: Café Franz Mehlhose (Löberstraße 12, 99084 Erfurt)
Datum: Dienstag, 24. März 2026, 10.00–12.00 Uhr
Wohnen ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit geworden. Während in den Städten und Ballungsgebieten Wohnraum knapp und teuer ist, sind ländliche Räume oft von Abwanderung und Leerstand geprägt.
Die Wohnungssuche gestaltet sich für Menschen und Familien mit geringem Einkommen, aber auch für Bevölkerungsgruppen mit mittleren Einkommen, aufgrund der hohen Preise immer schwieriger.
Der Begriff der Verdrängung bezieht sich längst nicht mehr nur auf das Wohnviertel, sondern auch auf die Lebensstile. Wenn mehr als 40% des Einkommens für Wohnraum aufzuwenden sind, muss an gesunder Ernährung Freizeit und Urlaub gespart werden.
Mit verschiedenen Ansätzen versucht Politik seit Jahren gegenzusteuern. Der soziale Wohnungsbau gilt als eine Option, um bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Doch obwohl mehr bezahlbarer Wohnraum benötigt wird, sinkt die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland seit Jahren rapide. Viele Sozialwohnungen fallen aus der Mietpreisbindung und können teurer vermietet werden, beim Bau neuer Sozialwohnungen erreichte die Bundesregierung nicht einmal die Hälfte ihrer eigenen Ziele.
Wie gestalten sich aber die Rahmenbedingungen für Bauträger und welche Rolle kann die Wohlfahrt im Feld des sozialen Wohnungsbaus spielen? Welche Erfahrungen, Stolpersteine und guten Erfahrungen gibt es?
Bietet die Wohngemeinnützigkeit eine neue Chance für den sozialen Wohnungsbau? Welche Potenziale bietet der Gebäude- und Wohnungsbestand im ländlichen Raum?
Über diese und weitere Fragen möchten wir mit Akteur*innen aus Politik, Wohnungswirtschaft und Wohlfahrt in den Austausch treten.
Geplanter Veranstaltungsablauf
10.00 Eröffnung und Grußwort
Katja Glybowskaja (Geschäftsführerin AWO Landesverband)
10.10 Wohnen als Soziale Frage
Prof. Dr. Dieter Rink (Department Stadt- und Umweltsoziologie Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)
10.30 Wohlfahrtsverbände als Akteure auf des Sozialen Wohnungsbaus
Andreas Krauße (Geschäftsführer AWO AJS gGmbH)
10.50 Wie erfolgreiche Projekte des sozialen Wohnungsbaus gelingen können – Erfahrungen und Forderungen aus der Praxis
Silke Bachmann (KEWOG Städtebau GmbH), Frank Emrich (Verband der Thüringer Wohnungswirtschaft) und weitere
11.20 Gesellschaftliche Notwendigkeit und politischer Handlungsrahmen des bezahlbaren Wohnens
Henry Worm, (CDU Fraktion), Roberto Kobelt (Fraktion BSW Thüringen), Lutz Liebscher (SPD Fraktion), Christian Schaft (Fraktion DIE LINKE)
11.50 Zusammenfassung und Schluss
Ab 12.00 Ausklang und Imbiss

